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Willkommen                                                    in der Naturheilpraxis Kerngesund   


Leben und Sterben


Das Leben ist eine faszinierende Sache. Damit ist heute einmal nicht das Leben gemeint, das passiert, während wir (andere) Pläne machen sondern das Leben auf Zellebene. Dieser Verbund aus Millionen Zellen, die unseren Körper bilden. Der sich bewegt, atmet, mit Blut versorgt wird, Wasser filtert und verdaut.

Das Leben, das aus winzigen Einzelteilen besteht die in einem komplexen Zusammenspielt schier unglaubliches Zuwege bringt. Das mit Nahrung, Sauerstoff und Wasser versorgt werden muss und ebenso der Pflege und Wartung bedarf wie unsere Seele. Das Leben, das endlich ist und dafür zuständig ist, dass wir alle irgendwann sterben.

Die Zellen in unserem Körper teilen sich immer wieder und produzieren neue, gesunde Zellen. Man sagt, dass es sieben Jahre dauert, bis ein menschlicher Körper einmal komplett „runderneuert“ ist. Doch irgendwann scheint dieser Prozess zum stoppen zu kommen. Forscher haben herausgefunden, dass vermutlich Telomere der Grund dafür sind. Dabei handelt es sich um eine Art Schutzkappe, die an den Enden der Chromosomen liegt. Hat sich diese abgenutzt geht auch unsere Zeit auf dieser Welt langsam zu Ende. Doch was ist mit dem Teil in uns, der für Liebe, Lachen, Trauer, Angst und Wut zuständig ist? Wird dieser Teil vom Gehirn gesteuert und wenn dieses tot ist, stirbt auch unser Geist mit ihm? Die Forschung hat dazu nicht wirklich etwas zu sagen, geht aber davon aus, dass unser Gehirn eine Art von Festplatte ist, welche Programme erzeugt, die ablaufen. Ist diese Festplatte hinüber kann es auch keine Programme mehr abspielen und wir sind wahrhaftig tot.

Was ist aber, wenn das Gehirn nicht die Festplatte sondern nur der Monitor ist, auf dem sich unsere Gefühlswelt zeigt? Das würde bedeuten, dass alles weiterläuft, nur der Bildschirm für die Anzeige fehlt. Das ist ganz ähnlich wie bei einer CD. Ohne das entsprechende Abspielgerät sind die Daten darauf ziemlich nutzlos und niemand kann sie lesen. Bekämen wir nun einen neuen, jüngeren Körper wäre unser Bewusstsein immer noch da – nur eben in einem anderen Körper. Interessant dazu sind übrigens Nahtoderfahrungen. Menschen berichten immer wieder, dass sie an der Grenzen zwischen Leben und Tod standen und ihren Körper von oben betrachten konnten. Manche berichten von einem hellen Licht, einem dunklen Tunnel mit Licht am Ende oder von überwältigenden Gefühlen, die zwischen Todesangst und großem Frieden schwanken können. Spannenderweise scheinen auch solche Nahtoderfahrungen kulturell geprägt zu sein. Während bei uns eher Licht und Tunnel zu sehen sind, sind es in Thailand eher Landschaften.

Die Hirnforschung interessiert sich schon länger für dieses Thema und hat einige neue Erkenntnisse dazu. So wurde beispielsweise in einem Experiment an Ratten im Jahr 2013 festgestellt, dass die Hirnaktivität nach dem Herztod nicht ab sondern im Gegenteil zunahm. So als müsste das Gehirn noch vieles verarbeiten. Gemessen wurden dabei vor allem Gamma-Wellen die im Wachzustand bei 5%, nach dem Herztod aber 50% ausmachten. Ähnliches hat man auch bei tibetischen Mönchen festgestellt: Meditieren diese sind die Gammawellen bis zu 30 Mal stärker als bei normalen Menschen.