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Toxoplasmose - Parasit mit unbekannter Macht


Bakterien, Viren und auch Parasiten sind alles unschöne Dinge, mit denen wir uns möglichst wenig befassen. Mit einigen davon leben wir im friedlichen Einklang, ja sie nützen uns sogar. Denn ohne unsere Darmbakterien könnten wir Nahrung weder verdauen noch aufschlüsseln.

Vor Viren werden wir immer wieder gewarnt und es gibt kein Heilmittel gegen sie, wie wir es von Antibiotika kennen, das gegen Bakterien wirkt. Viele Viren schlummern still in uns und warten auf den rechten Moment, um auszubrechen. Ein Beispiel dafür ist das Herpes-Zoster-Virus. Es wird in der Regel schon in der Kindheit übertragen, macht aber erst richtig fiese Probleme, wenn wir alt und immungeschwächt sind – die Gürtelrose bricht aus.


Parasiten – die unbekannte Macht

Und dann wären da noch die Parasiten. Durch Hygienemaßnahmen wie regelmäßiges Händewaschen, das Waschen von Obst und Gemüse sowie das Pasteurisieren von Milch sind parasitäre Erkrankungen in unseren Breitengraden kaum ein Thema. Dennoch ist die Welt der Parasiten faszinierend aber auch extrem erschreckend. Denn Parasiten sind in der Lage, ihren Wirt oder den Zwischenwirt zu kontrollieren und zu steuern. Das klingt erschreckend, ergibt evolutionstechnisch gesehen aber durchaus Sinn. Alle Lebewesen sind auf Überleben und Fortpflanzen programmiert. Wir Menschen machen es ebenso: Wir halten uns Tiere, die uns als Nahrung dienen sollen. Durch Zucht und Selektion sieben wir aus, verbessern und verändern. Parasiten machen es nicht anders. Ein paar Beispiele: Leberegel übernehmen die Kontrolle in Ameisen. Diese setzen sich auf die Spitze von Grashalmen, werden dann von Weidetieren gefressen und der Leberegel kann sich in der Kuh, dem Schaf oder der Ziege wunderbar ausbreiten. Saitenwürmer leben in Grillen und sorgen am Ende ihres Entwicklungszyklus dafür, dass die Grillen Wasser aufsuchen. Denn dort können sie sich weiter vermehren. Grillen können nicht schwimmen, ertrinken also in der Regel. Es gibt zwei Vermutungen, wie die Saitenwürmer diesen Selbstmord initiieren: Durch hormonelle Veränderungen oder durch Wasserentzug. So oder so, der Wurm hat was er will.

Während die eben genannten Parasiten beim Menschen selten sind gibt es einen, der jeder Schwangeren bekannt ist: Toxoplasma gondii, Auslöser der Toxoplasmose. Für den Menschen stellt sie in der Regel keine Gefahr dar. Es kann zu leichten Anzeichen einer Infektion kommen, mehr aber auch nicht. Nach einer solchen Infektion bildet das Immunsystem Antikörper und verhindert so eine erneute Infektion. Für das Ungeborene im Mutterleib kann das allerdings böse Folgen haben, falls die Mutter noch keine Antikörper gebildet hat und während der Schwangerschaft Toxoplasmose bekommt. Die Schäden betreffen Gehirn, Leber, Lunge, Herzmuskel, Augen und Hirnhaut und es kann zu epileptischen Anfällen, geistiger Behinderung und einem Wasserkopf kommen. Studien haben inzwischen ergeben, dass Toxoplasmose auch bei Menschen zu Veränderungen führen kann. Im nächsten Beitrag gibt es mehr darüber, denn die Ergebnisse sind recht erstaunlich.