"Kriegserbe in der Seele" ist der Titel eines Buches von Udo Baer und Gabriele Frick-Baer. Darin geht es um ererbte Traumata, die sich über Generationen fortsetzen können. Wir alle lernen bewusst und unbewusst von unseren Vorfahren beziehungsweise Ahnen. Das ist von der Natur so gewollt. Dabei lernen wir allerdings nicht nur für uns wichtige Dinge wie das Sprechen, Tischmanieren oder Höflichkeitsformen sondern übernehmen auch bestimmte Verhaltensmuster. Das beginnt bei Gestik und Mimik, endet dort aber lange nicht.

Viele von uns kennen das: Ein Flugzeug fliegt über das Haus und die Großmutter neben einem erstarrt. Zu tief sitzt das Trauma der Fliegerangriffe, um es einfach ignorieren zu können. Oder das Enkelkind weint, der Großvater sagt Dinge wie "Stell Dich nicht so an" und zieht murrend und schweigend ab und wart den Rest des Tages nicht gesehen. Während die Situation mit der Großmutter vielleicht noch nachvollziehbar ist und sie auch offen kommuniziert, was das Problem ist, sieht es beim Großvater anders aus. Warum reagiert er in einer solch alltäglichen Situation so und nicht anders? 

Von Opfern und Tätern

Im ersten und zweiten Weltkrieg sind furchtbare Dinge geschehen. Wir wissen darüber Bescheid. Wir haben darüber gelesen, wir haben Berichte, Reportagen und Filme gesehen und Erzählungen gelauscht. Wenn wir einigermaßen empathisch sind, können wir es sogar ein wenig nachfühlen. Aber eben auch nur ein wenig. Niemand würde sich freiwillig tiefer in diese Gefühle hineinversetzen wollen. Wir müssen uns selbst davor schützen. Niemand hat jedoch unsere Großeltern geschützt. Sie waren zu dieser Zeit Kinder, Jugendliche oder junge Erwachsene. Letztere hat es vermutlich am schlimmsten getroffen, denn sie waren weniger Opfer und mehr Täter. Die Schuld, die sie auf sich geladen haben, haben sie ganz tief versteckt und begraben. Nur so war das Überleben weiterhin gesichert. 

So wird der grimmige Großvater von einem weinenden Enkelkind vielleicht ebenso getriggert wie die Großmutter vom Flugzeug. Gefühle, Bilder und Erlbenisse kommen hoch. Alles, was er tun kann, ist die Flucht zu ergreifen. Strategien mit seinen Gefühlen und dem Erlebten umzugehen hat er nie gelernt. Da haben wir jetzt also einen ersten Ansatzpunkt, wie sich ein solches Verhalten über Generationen fortsetzt. Unbewusst wird ein solches Verhalten vielleicht adaptiert. Ein weiterer Punkt ist das menschliche Mitgefühl. Wir können fühlen, dass dort etwas am Großvater ist. Etwas geheimnisvolles, so intensiv und gefühlsgeladen, dass er es mit niemandem teilt und für sich behält. Nichts wirkt anziehender als Geheimnisse, vor allem auf Kinder. Sie können es nicht benennen aber fühlen. Und genau an diesem Punkt beginnt "Mit-Gefühl". Wir fühlen mit, ohne genau zu wissen, was eigentlich.

Wie das Kriegserbe sich in die Aura brennt

Und schon haben wir uns etwas "eingefangen". Es brennt sich in unsere Aura ein. Vielelicht unbewusst aus dem Gefühl heraus, die Last des Gegenübers ein wenig leichter zu machen. Problematisch ist nun, das wir da etwas haben, was da nicht hingehört, was nicht uns gehört und mit dem wir ebenso wenig umgehen können wie der Großvater. In der Aurachirurgie zeigen sich diese Probleme dann. Im Krieg haben sich große Themen abgespielt, eines davon ist die Flucht. Ganze Heerscharen von menschen waren auf der Flucht. Nachts, heimlich und im Dunkeln. Leise, schnell. Sei es die Flucht über Grenzen oder die in den sicheren Bunker, wenn die Flieger kamen. Körperlich zeigt sich diese Flucht oft in einem Beckenschiefstand. Das eine Bein ist immer fluchtbereit, bereit zum Sprung. Das Becken steht genau so, wie es sich bei der Flucht zeigen würde. Auch Höhenangst, Angst im Dunkeln oder ein stetiger Hunger können sich als Kriegserbe in der Seele und damit in der Aura zeigen. Löst man diese Traumata auf, kann die Seele und damit der Körper gesunden. Ein erster Schritt kann die Lektüre dieses Buches sein. Ein zweiter Schritt die Auflösung der Traumata durch einen Aurachirurgen.

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