Heute wollen wir einmal über Stress sprechen. Er hat in unserer Gesellschaft einen sehr hohen Stellenwert.

Das erkennt man an unserer Wortwahl und an unseren Aussagen, die wir immer wieder treffen. „Die Arbeit/die Kinder/meine Beziehung ist im Moment sehr stressig“. „Ich melde mich später, es ist gerade etwas stressig“. Können wir uns wann anders treffen? Ich habe im Moment so viel Stress“. Redewendungen, die wohl jeder von uns kennt. Wir sind auf Leistung programmiert. 8 Stunden am Tag arbeiten – und das bitte mit voller Konzentration- , einkaufen, kochen, Sport treiben, Kinder großziehen. Und das alles in einem ewigen Tumult um uns herum: Menschenmassen in öffentlichen Verkehrsmitteln, jeden Tag immer und immer wieder im Stau stehen, Handystrahlung, Abgase, Pestizide im Gemüse, Antibiotika im Fleisch und Weichmacher im Plastik. Wir haben es hier also mit gleich zwei Arten von Stress zu tun – psychischem und physischem Stress.

All das trägt dazu bei, dass unser Körper angespannt ist. Es werden Hormone und Neurotransmitter ausgeschüttet, die Atmung wird flacher und die Muskeln verspannen sich. Werden diese Anzeichen missachtet und übergangen – und genau das tun wir in den meisten Fällen – sind die Folgen Leistungsabfall, Müdigkeit, Konzentrationsprobleme. Die körperlichen Auswirkungen sind auf Dauer fatal. Es beginnt damit, dass wir schlecht schlafen. Das reicht von Einschlafproblemen bis hin zu nächtlichem aufwachen. Wir liegen dann wach und die Gedanken kreisen um ein Thema, das uns gerade beschäftigt. Als nächstes stehen Muskelverspannungen auf dem Plan. Meist in den Schultern und im Nacken. Verspannte Muskeln führen zu Verhärtungen und zu einer schlechteren Durchblutung. Das heißt auch, diese und angrenzende Bereiche werden nicht mehr ausreichend mit Sauerstoff versorgt. Und das heißt im Klartext: Kopfschmerzen, das Sehvermögen wird beeinträchtigt und die Konzentration leidet noch mehr.

Stress macht sich bei jedem anders bemerkbar. Vielleicht bist Du auch eher der Typ, dem es auf den Magen schlägt. Magenschmerzen, Verdauungsprobleme, Durchfall – all das können Anzeichen für Stress sein. Andere werden anfälliger für Infekte und bekommen eine Erkältung nach der anderen. Der Körper will damit sagen, dass Du Dich ausruhen sollst. All das sind sichtbare Anzeichen für Stress. In Deinem Körper laufen dabei aber allerlei unbemerkte Dinge ab. Stress hat Auswirkungen auf das Herz, die Atmung, den Kreislauf, die Verdauung. Er ist schlichtweg Gesundheitskiller Nummer 1. Wenn Du Dich jetzt fragst, was Du dagegen tun kannst: Innehalten. Lauschen. Was macht Deine Atmung gerade? Was geht in Deinem Kopf ab? Drück den Pause-Knopf. Lehn Dich kurz zurück, atme bewusst. Und baue immer wieder kleine Inseln in Deinen Alltag ein. Geh in Deiner Mittagspause spazieren. Immer, bei jedem Wetter und ohne Ausnahme. Das macht den Kopf frei. Befasse Dich mit Meditation, lerne Zentangle und Yoga.

 


 

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