Kerngesund                     

                                    


Gedanken erschaffen Realität


Wir alle sind in der Lage unsere eigene Realität zu schaffen, vielen ist das nur nicht bewusst. Realität hat immer etwas mit unserem Standpunkt, Blickwinkel und dem zu tun, was wir gelernt und erfahren haben sowie mit dem, was wir glauben. Das klingt vielleicht ein wenig abstrakt, lässt sich aber anhand von Beispielen ganz gut erklären.

Wir schreiben das Jahr 2016 und jeder weiß, was eine CD ist. Darauf lassen sich sowohl Daten als auch Musik speichern. Wir alle wissen das, wir haben es selbst schon erlebt und daher ist es Realität. Jetzt nehmen wir diese CD und schicken sie zurück in das Jahr 1950. Wir geben diese CD zwei verschiedenen Wissenschaftlern zur Untersuchung. Einem Chemiker und einem Physiker. Der Chemiker wird genau sagen können, aus was für Bausteinen die CD besteht, der Physiker wird ganz andere Schlüsse ziehen. Doch keiner der beiden – und auch kein anderer Wissenschaftler aus dieser Zeit – wird den wahren Kern der CD erfassen können. Es geht über ihr Vorstellungsvermögen und ist zudem nicht wissenschaftlich beweisbar also ist es nicht so.

 

Auch die Medien in der heutigen Zeit erschaffen ein Bild der Realität für uns. Wir können es mit unseren eigenen Augen – durch den Fokus einer Kamera, untermalt mit entsprechendem Ton – sehen und hören. So wird es für uns Realität. Aus all diesen Informationen basteln wir uns unsere eigene Realität und haben entsprechende Gedanken und Gefühle dazu. Dabei basiert nichts davon auf unserem eigenen Wissen und unseren eigenen Erfahrungen sondern wir übernehmen ungefiltert das, was uns gezeigt wird. Auf Grund dessen treffen wir Entscheidungen. Wird einem das erst einmal bewusst muss man dieses Wissen erst einmal sacken lassen, stimmts?

Wir müssen uns nur immer wieder bewusst machen, dass wir die Wahl haben. Wir haben die Wahl zu entscheiden, wie wir mit unseren Gedanken, Gefühlen und Erlebnissen umgehen. Natürlich ist es nervig, wenn man an der Kasse zu wenig Wechselgeld bekommt, einem die Vorfahrt genommen wird, die Bahn verpasst und die Kinder einem auf der Nase herumtanzen. Und das auch noch alles an einem Tag. Meine Realität besteht allerdings darin, dass ich entscheiden kann, wie ich damit umgehe. Ich kann mich darüber ärgern – und das tun die meisten Menschen – oder es einfach an mir abprallen lassen und versuchen, das Beste aus der Situation zu machen. Die Realität besteht immer aus drei Teilen. Der erste Teil ist das Erlebnis an sich. Der zweite Teil sind meine Gedanken dazu. Und der dritte Teil sind die Konsequenzen beziehungsweise Handlungen, die ich danach ausrichte. Habe ich beispielsweise einen Autounfall ist das der erste Teil, das Erlebnis. Im zweiten Teil habe ich jetzt schon die Wahl: Ich kann mich über den Deppen ärgern, der den Unfall verursacht hat. Oder froh darüber sein, dass mir nichts passiert ist. Wähle ich Möglichkeit A werde ich wohl sehr wütend sein und entsprechend handeln. Wähle ich Möglichkeit B werde ich mit einem Gefühl der Dankbarkeit und Erleichterung aus dem Auto steigen und mich entsprechend freundlich meinem Gegenüber zeigen – und damit nicht nur meine, sondern auch noch seine Realität ändern.