Kerngesund                  

                                    


Die Beeinflussung der Worte


Während es in einem der letzten Beiträge darum ging, dass wir selber durch Gedanken unsere Realität erschaffen können, soll es heute einmal darum gehen, wie Worte uns beeinflussen. Worte sind nämlich ein mächtiges Werkzeug und wie bei den Gedanken auch, ist uns das oft gar nicht bewusst.


Worte mit unterschiedlicher Wirkung

Interessant ist auch, dass die selben Worte auf verschiedene Menschen unterschiedliche Wirkung haben. Nehmen wir einmal das mächtige Wort „Liebe“. Wer einen geliebten Menschen an seiner Seite hat, wird dieses Wort positiv besetzt haben. Es löst angenehme Empfindungen und Gefühle aus. Wer allerdings Zeit seines Lebens Pech in und mit der Liebe hatte, bei dem wird sich eher ein Gefühl des Frustes einschleichen und der Körper wird entsprechend darauf reagieren. Es sind aber nicht nur die Worte, die wir lesen und hören, es sind vor allem diejenigen, die wir SAGEN, die etwas damit zu tun haben, wie wir uns fühlen. Machen wir doch einfach ein kleines Experiment. Wie fühlt es sich an wenn Du sagst: „Ich bin gestresst“. Und wie fühlt es sich an, wenn Du dagegen sagst: „Ich habe viel zu tun“?

Während der erste Satz den Blutdruck steigen und Stresshormone ausschütten lässt, weil der Körper prompt darauf reagiert, fühlt sich: „Ich habe viel zu tun“ ganz anders an, oder? „Ich habe viel zu tun“ sagt: Ich bin beschäftigt, weil in meinem Leben etwas passiert. Und: Ich bin wichtig – wenn man das Ganze einmal aus beruflicher Sicht sieht. Ich bin beschäftigt, weil ohne mich nichts läuft. Hah, das fühlt sich doch gut an, oder? Noch ein Beispiel: „Ich bin am Ende meiner Kräfte“. Bäm, das sitzt, oder? Man kann direkt den tiefen, schwarzen Abgrund vor sich sehen. Er ist bodenlos und es wird schwer, da alleine wieder rauszukommen. Jetzt sag stattdessen: „Ich brauche eine wenig Ruhe um meine Batterien wieder aufzuladen“. Merkst Du was? Im Prinzip sagt der Satz das selbe aus, es ist allerdings ein deutlicher Unterschied zu spüren. Denn Batterien aufladen braucht zwar Zeit, irgendwann ist dieser Vorgang aber zu Ende. Und dann sind wir wieder voll auf der Höhe und können uns dem Leben mit all seinen Aufgaben Herausforderungen stellen.

Mach Dir im Alltag immer wieder bewusst, welche Worte Du verwendest. Es sind nicht immer nur Gedanken, die uns und unsere Welt formen, sondern auch die Worte, die wir laut aussprechen und anderen gegenüber verwenden. Was glaubst Du was passiert, wenn Du immer wieder Sätze sagst wie: „Das halte ich im Kopf nicht aus.“ „Das geht mir an die Nieren.“ „Das schlägt mir auf den Magen.“? Irgendwann wird Dein Körper entsprechend darauf reagieren.