Kerngesund

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Geburtsschock


Vor einigen Jahrzehnten hätte noch jeder seriöse Wissenschaftler abgelehnt, dass ein Kind seine Geburt miterlebt. Heute weiß man es zum Glück besser. Man weiß, dass Kinder schon vor der Geburt alles mögliche mitbekommen und eng mit der Gefühlswelt der Mutter verbunden sind.

Daneben handelt es sich aber auch um ein Individuum, das seine ganz eigenen Erfahrungen macht. Und eben diese Erfahrungen beginnen nicht erst mit der Geburt sondern schon wesentlich früher. Interessant dazu ist auch der Beitrag über das innere Kind und das homöopathische Mittel Ampelopsis.

Dass eine Geburt kein Spaziergang ist, wird wohl keine Frau bestreiten, die schon einmal eine erlebt hat. Doch während die Mutter nach einer traumatisch erlebten Geburt behandelt werden kann gibt es für das Kind noch keine „Standardtherapie“. Schließlich kann es seine Gefühle über das Erlebte nicht ausdrücken. Es ist ziemlich alleine mit dem, was ihm da passiert ist. Nach Monaten der Geborgenheit auf engstem Raum ist es um es herum plötzlich laut, grell, viel zu hell und kalt. Dazu kommen Hunger und volle Windeln, die mit Sicherheit ebenfalls nicht angenehm sind. Es muss sich also zum einen anpassen, zum anderen einen eventuell vorhandenen Schock überwinden. Das klappt bei den einen gut, bei den anderen eben weniger. Es gibt viele Gründe, die Auslöser für einen solchen Geburtsschock sein können.

Da wären zum einen stundenlange Wehen, bei denen nichts vorangeht. Das Baby bleibt vielleicht im Geburtskanal stecken. Die Nabelschnur wickelt sich um den Hals. Oder die Mutter bekommt Medikamente. Eine Geburt ist ein Ereignis, bei dem eine tiefe Verbindung zwischen Mutter und Kind besteht. Durch Medikamente kann diese abreißen und das Kind fühlt sich völlig allein gelassen. Ein Kaiserschnitt mag auf den ersten Blick eine einfache Methode sein, und für die Mutter ist es das auch. Dem Kind fehlen dabei jedoch zahlreiche wichtige Erfahrungen, schließlich hat sich die Natur etwas dabei gedacht, dass wir erst durch diese Enge müssen und am Ende zum ersten Mal ein „Geschafft!“ Gefühl entsteht. Auch Saugglocke und Zange haben einen Einfluss auf das Empfinden und können einen Geburtsschock auslösen.

Wen wundert es da noch, dass Babies nach solchen Erlebnissen an Schlafstörungen leiden, alles andere als friedlich sind und stundenlang schreien? Es gibt heute glücklicherweise einige Mittel, um einen solchen Geburtsschock aufzulösen. Im Grunde genommen sollte diese Auflösung zu Beginn jeder Therapie stehen, kann es doch ansonsten zu einer massiven Therapieblockade kommen. Homöopathisch stehen einige Mittel zur Auswahl wobei Aconitum oft direkt nach der Geburt gegeben wird. Auch Bach hat eine passende Blütenessenz gefunden, der Schock und traumatische Erlebnisse aufzulösen vermag: Star of Betlehem. Viele Mütter haben inzwischen sehr gute Erfahrungen mit der Osteopathie gemacht. Und natürlich kann auch die Aurachirurgie eine wertvolle Hilfe sein, um einen Geburtsschock aufzulösen.