Kerngesund                     

                                    


Unser Darm, seine Bakterien und die Psyche


Dass Psyche und Darm eng zusammenhängen ist schon sehr lange bekannt. Schon Dr. Edward Bach, der Entdecker der Bach-Blüten, beschrieb 1918 einen Zusammenhang der Darmbakterien, die er in sieben Gruppen einteilte. Aus diesen entwickelte er Nososden zu Impfzwecken.

Später fand er heraus, dass es die Psyche seiner Patienten war und nicht deren körperliche Symptome, die er behandeln musste. Nach 10 Jahren in einer sehr erfolgreichen Praxis gab Bach diese auf und widmete sich fortan der Natur. Heute ist er der bekannte Entdecker der Bach-Blüten, welche die Verbindung zwischen Körper und Seele wieder herstellen. Zudem wirken die Blütenessenzen direkt in der Aura. Dietmar Krämer forscht seit über 20 Jahren und hat viele Zusammenhänge in seinen Neuen Therapien entdeckt, die Bach auf Grund seines frühen Todes verwehrt blieben. Vor allem die Hautzonen sind hier erwähnenswert.

Doch das nur am Rande. Denn kaum warten wir 100 Jahre trifft die Wissenschaft die Erkenntnis wie ein Blitz: Es gibt einen Zusammenhang zwischen Darmbakterien und Gemütslage! Und nicht nur das, auch Krankheiten wie Depressionen, Legasthenie und Schizophrenie haben vermutlich ihren Ursprung im Darm. Die russische Neurologin Natasha Campbell-McBride hat sich intensiv mit Ernährung und dem Darm auseinander gesetzt. Interessant auch ihre Vermutung – die sie mehr als bestätigt sieht: Viele Autoimmunerkrankungen haben ihren Ursprung im Darm. Eine Autoimmunerkrankung ist nichts anderes als ein entgleisendes Immunsystem, das den eigenen Körper angreift. Und 85% des Immunsystems sitzen nun einmal im Darm. Natasha Campbell Mc Bride schließt jedenfalls eine Lücke, die schon lange geschlossen gehört. In ihrem Buch gibt sie Ernährungsempfehlungen für allerlei Krankheiten.

In Skandinavien hat man herausgefunden, dass 90% aller unserer Zellen mit dem Darm zusammenhängen. Die restlichen 10% von uns sind nur das Gerüst oder die Hülle, um diesen kleinen Mikrokosmos in uns zu beherbergen. So bekommt der Ausspruch: Du bist was du isst wieder einmal eine ganz neue Bedeutung. In Zukunft sollten wir also vermehrt darauf achten, was in welcher Menge wir zu uns nehmen. Sehr faszinierend ist auch der Ansatz, dass es sich hier wieder um eine Sache handelt, die eng mit unseren Eltern – vor allem Müttern – und auch Großmüttern zusammenhängt. Das Ungeborene wird bei der Geburt mit den Bakterien in der mütterlichen Scheidenflora „geimpft“. Ist diese Flora verändert, ist auch das Kind nicht mit den passenden Mikroben ausgestattet und neigt zu Krankheiten. Antibiotika haben hier also einen großen Einfluss. Wer sich für das Thema interessiert dem sei das Buch ans Herz gelegt