Kerngesund                     

                                    


Störungen der embyonalen Entwicklung


Wie im letzten Beitrag zur embryonalen Entwicklung schon angedeutet gibt es einiges, was ein Kind in seiner Entwicklung im Mutterleib stören und beeinflussen kann. Bisher haben wir uns lediglich mit der körperlichen Entwicklung befasst, aber wie sieht es denn mit der Seele aus? Wir können uns schließlich nicht einfach vorstellen, dass ein Embryo eine Summe von körperlichen Teilen ist aber keine emotionale Entwicklung durchmacht.

Sobald das Herz zu schlagen beginnt muss man davon ausgehen, dass dieses winzige Wesen ebenso fühlen kann wie jeder ausgewachsene beziehungsweise geborene Mensch auch. Und ebenso, wie das Ungeborene in enger Beziehung zu seiner Umgebung, der Gebärmutter, steht, steht diese wiederum in Beziehung zur Mutter. Diese Beziehung ist von Hormonen ebenso geprägt wie von Emotionen. Emotionen haben nämlich durchaus eine große körperliche Wirkung, denken wir dabei einmal an das Stresshormon Cortisol aber auch an Glückshormone wie Dopamin und Serotonin. Ein Ungeborenes bekommt durch die Nabelschnur all diese Hormone mit – und das ziemlich ungefiltert wie man inzwischen weiß.

Das bedeutet, dass im Ungeborenen die selben Vorgänge passieren wie bei der Mutter. So können Glückshormone beispielsweise eine Bewegungsfreude auslösen. Schließlich springen und tanzen wir nicht ohne Grund vor lauter Freude. Umgekehrt können wir auch starr vor Schreck sein. Auch ein Embryo kann diesen Schrecken spüren und erstarren. Und damit schlagen wir auch den Bogen zu dem, was im Mutterleib alles passieren kann. Ein Ungeborenes, das sich über die komplette Zeit in der Gebärmutter in der Entwicklung befindet, und über einem längeren Zeitraum gewissen Emotionen und den damit verbundenen Hormonen ausgesetzt wird, kann dadurch in der Entwicklung gestört werden. Und das nicht nur geistig sondern auch körperlich. Bei einem Schock ziehen sich die Gefäße zusammen. Für ein Ungeborenes hat das doppelt schlimme Auswirkungen, da es auf die Versorgung durch Gefäße wie Nabelschnur und Gebärmutter angewiesen ist.

Nehmen wir an eine Schwangere hat ein traumatisches Erlebnis irgendeiner Art, beispielsweise eine schlimmen Unfall bei dem sie einen geliebten Menschen verliert. Körperlich geht sie unversehrt aus der Sache heraus. Doch der Schock sitzt im wahrsten Sinne des Wortes tief. Ihr Ungeborenes befindet sich gerade in einer wichtigen Entwicklungsphase, beispielsweise werden gerade die Nieren ausgebildet. Durch den Schock kommt es zu einer Unterversorgung des Ungeborenen und ein paar Tage lang funktioniert zwar die wichtigste Versorgung, mehr aber auch nicht. Verwunderlich ist dann nicht, dass ein solches Kind vielleicht mit einer gestörten Nierenfunktion auf die Welt kommt.

Interessant zu diesem Thema ist übrigens auch das Buch „Der verlorene Zwilling“ wobei es hier eher um die emotionale Seite der Medaille geht. Im folgenden Video kann man sich so eine körperliche Entwicklung einmal ganz in Ruhe ansehen. Die ersten 15 Sekunden sieht man auch sehr schön, wie sich die einzelnen Keimblätter entwickeln.