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Neues über Toxoplasmose


Ausgehend davon, was wir über die Veränderung von Parasiten über ihren Wirt wissen, ist die Schlussfolgerung nicht ganz von der Hand zu weisen, dass auch Toxoplasmose zu solchen Veränderungen führt.

Wenn wir uns den Parasiten einmal ansehen, muss es eigentlich sogar so sein. Denn Toxoplasmose kann sich im Menschen nicht vermehren. Katzen sind sein Wirt. Und in deren Därmen vermehren sie sich.


Wie Toxoplasma gondii seinen Wirt manipuliert

Von dort werden sie ausgeschieden und können sowohl in feuchter Erde als auch in Wasser bis zu einem Jahr überleben. Über irgendeinen Umweg müssen sie aber nun wieder zurück in die Katze, um sich wieder vermehren zu können. Logisch wäre es daher, sich in einer Maus zu verstecken. Und die Maus so zu manipulieren, dass sie sich gerne fressen lässt. Klingt gruslig? Ist es. Daneben aber auch Realität. In Versuchen hat man festgestellt, dass mit Toxoplasmose infizierte Mäuse nicht flüchten, wenn sie eine Katze bemerken sondern sich von ihrem Geruch geradezu angezogen fühlen. Um das zu bewerkstelligen, muss der Erreger direkt ins Gehirn gelangen, um von dort seinen Zwischenwirt zu manipulieren.

Und was hat das jetzt mit uns Menschen zu tun? Schließlich stehen wir nicht auf dem Speiseplan von Katzen. Taten wir aber früher einmal vielleicht. In Studien hat man festgestellt, dass Menschen, die mit Toxoplasmose infiziert sind, vielleicht nicht direkte Anzeichen einer Infektion aufweisen. Ihr Verhalten unterscheidet sich aber von dem gegenüber Menschen, die nicht infiziert sind. Männer werden misstrauischer, Frauen gefügsamer. Außerdem bekommen sie mehr männlichen Nachwuchs, haben mehr Schuldgefühle und ihre Reaktionen sind verlangsamt – so sehr, dass sie öfter Verkehrsunfälle provozieren. Außerdem haben infizierte häufiger Schizophrenie.

Problematisch daran ist vor allem, dass kein direkter und endgültiger Zusammenhang hergestellt werden kann. Diese Änderungen lassen sich auch mit Ernährung oder anderen Faktoren erklären. Dennoch gibt es viele Hinweise, die für Toxoplasmose sprechen. Das Video mit Dieter Broers ist daher sehr passend.