Kerngesund                     

                                    


Embryonale Entwicklung


Wenn man sich mit dem Thema ganzheitliche Medizin befasst kommt man um ein Thema kaum herum und das ist die Entwicklung des Menschen. Inzwischen weiß man viel darüber, was in den 10 Monaten einer Schwangerschaft passiert und was sich wann genau entwickelt. Interessant ist dabei vor allem ein Blick auf die Keimblätter, denn daraus lassen sich Zusammenhänge herstellen, die einen gänzlich anderen Ansatz als die Schulmedizin verfolgen.

Wird eine Eizelle befruchtet wandert sie in die Gebärmutter und nistet sich dort ein. Hier teilt sich die Zelle fleißig und zwar zuerst einmal in zwei Teile. Der eine Teil gräbt sich tief in die Gebärmutter ein und wird zur Plazenta. Diese versorgt den kleinen Zellhaufen, den zweiten Teil, mit Nährstoffen. Dieser Vorgang wird als Einnistung bezeichnet. Es soll Frauen geben, die diesen Moment bemerken. Das kann sich durch einen Traum zeigen, die Gewissheit, dass man plötzlich nicht mehr alleine ist oder sogar körperlich durch eine kleine Blutung. Aus der Masse an Zellen bilden sich nun drei Keimblätter aus. Führend sind dabei das Ektoderm und das Entoderm, erst später kommt das Mesoderm hinzu.

Diese drei Keimblätter muss man sich wie Schichten vorstellen, die übereinander liegen und so einen dreidimensionalen Körper bilden. Das Ektoderm ist dabei die äußere Schicht, quasi die Hülle. Daraus entwickelt sich:

- Haut
- Haare
- Schweiß- und Milchdrüsen
- Zahnschmelz
- Sinnesorgane
- Hypophyse
- Nervensystem

Das Entoderm ist für die inneren Organe zuständig wie

- Verdauungstrakt
- Atmungstrakt
- Harnblase
- Harnröhre
- Schilddrüse
- Thymus
- Pankreas
- Leber

Vom Verdauungstrakt ausgeschlossen sind die Mundhöhle und der After.

Sind diese Anlagen abgeschlossen kommt in der dritten Entwicklungswoche das Mesoderm hinzu. Dieses beinhaltet:

- Knochen
- Skelettmuskulatur
- Bindegewebe
- Muskulatur der Eingeweide
- Herz
- Milz
- Blutgefäße
- Blutkörperchen
- Lymphknoten
- Lymphgefäße
- Nebennierenrinde
- Nieren
- Keimdrüsen
- innere Geschlechtsorgane

Im ersten Drittel einer Schwangerschaft entwickeln sich alle Organe. Während einige Teile dabei schon recht früh vollkommen fertig ausgebildet sind brauchen andere noch eine gewisse „Reifezeit“. Das Herz beispielsweise ist vor der 18. Woche komplett ausgebildet und verändert sich anschließend lediglich noch in der Größe weiter. Gleiches gilt für Arme und Beine, die bis zur 14. Woche komplett fertig sind. Am längsten dauert die Entwicklung des zentralen Nervensystems, die sich bis zur Geburt hinzieht.

Interessant sind dabei auch die Auswirkungen, die schädliche Einflüsse haben können. Treten diese bis zur 4. Woche auf kommt es zu einem frühen Abort, den viele Frauen nur als eine verspätet einsetzende Monatsblutung wahrnehmen. Wirken schädigenden Einflüsse zwischen der 5. und 14 Schwangerschaftswoche ein kann es zu schweren Fehlbildungen kommen. Solcherlei Einflüsse sind Medikamente, radioaktive Strahlung oder auch Krankheiten wie Röteln und Toxoplasmose. Eines der berühmt-berüchtigsten Medikamente zu diesem Thema ist Contergan, das sowohl zu Aborten als auch Missbildungen führte – nämlich dem kompletten Fehlen von Armen und/oder Beinen. Daneben gibt es aber auch noch andere Einflüsse, die ein Ungeborenes massiv in der Entwicklung beeinträchtigen können. Dazu kommen wir im nächsten Beitrag.