Kerngesund

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Psyche und Körper


Psyche und Körper – das ist ein Thema, mit dem ich mich schon lange beschäftige. Und immer wieder ärgere ich mich dann über Menschen, die das Thema entweder völlig ignorieren oder anfangen, Dinge in einen Topf zu werfen, die damit überhaupt nichts zu tun haben. Diese Woche beispielsweise habe ich eine Aussage gelesen: „Die Haut kann sich selbst regulieren“.

Und jemand kommentierte darunter zu eben dieser Aussage, dass man diese nur „in homöopathischen Kreisen“ fände. In der Dermatologie sei das völlig unbekannt. Zum einen frage ich mich, was „homöopathische Kreise“ genau sind. Und zum anderen wundert mich nicht, dass gerade und ausgerechnet in der Dermatologie eine solche Aussage angezweifelt wird.

Naturheilkunde und die oft damit verbundene ganzheitliche Sicht wird gerne als homöopathischer Schwachsinn abgetan. Dabei ist Homöopathie nicht gleich Naturheilkunde, es ist ein Teilbereich. Das ist ebenso unsinnig wie zu behaupten, dass die moderne Medizin nur aus Dermatologen besteht. Aber eigentlich soll es in diesem Beitrag über den Zusammenhang zwischen Psyche und Körper gehen. Erfreulicherweise habe ich nämlich eben auf einer Medizinerseite einen Artikel über dieses Thema gefunden. Dabei wird klargemacht, dass durchaus anerkannt wird, dass die Psyche einen Einfluss auf unser körperliches Wohlbefinden hat. Problematisch ist nur, dass man diesen Teil nicht messen kann. Und die moderne Medizin möchte eben immer messbare Ergebnisse vorzeigen können.

Nehmen wir doch gleich einmal das oben genannte Beispiel mit der seltsamen Aussage und der Homöopathie. Ich ärgere mich über so etwas. Ärger ist ja nun an sich kein körperliches Leiden, es hat aber direkte Auswirkungen auf meinen Körper. Wenn ich mich ärgere steigt mein Blutdruck. Mein Magen krampft sich zusammen. Meine Schultern verspannen sich und ich knirsche mit den Zähnen. Das ist ein uraltes Programm, das da abläuft. Und es sorgt auch für die Ausschüttung von Hormonen. Diese kann ich leider nicht messen, es ist aber ein nachgewiesenes Phänomen, dass Adrenalin und Noradrenalin ausgeschüttet werden. Diese Hormone wiederum sorgen für weitere Aktivitäten in meinem Körper die – seien wir einmal ehrlich – völlig unnötig sind.

Schlucke ich diesen Ärger nun hinunter kann es auf lange Sicht zu Magenproblemen kommen und auch meine Gallenblase wäre nicht erfreut darüber, diesen Ärger mit dem Gallensaft ständig auflösen zu müssen. Und das ist jetzt nur ein Beispiel, wie die Psyche sich körperlich auswirken kann. Heftige Gefühlswallungen – vor allem, wenn sie einen längeren Zeitraum andauern – schwächen auf Dauer das Immunsystem. Und da dieses zum Großteil im Darm sitzt ändert sich auch die Zusammensetzung unserer Darmbakterien. Das wiederum führt dazu, dass Vitamine, Mineralien und Spurenelemente nicht mehr aufgenommen werden können. Dadurch fühlen wir uns schlapp, antriebslos und krank. Es ist also durchaus sinnvoll, sich intensiv mit Gefühlen und Problemen auseinander zu setzen, um nicht über kurz oder lang körperliche Symptome zu bekommen.